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CIVITAS/CORE V1s: Buildvariante und AddOn-Baseline

Diese Spezifikation ergänzt das Vorhaben Statische Masterportal-Konfiguration. Sie definiert das Zielbild einer klar getrennten Buildvariante CIVITAS/CORE V1s und legt die Kriterien für eine restaurierbare AddOn-Test-Baseline auf Basis eines Proxmox-Backups fest.

1. Zweck

Drei Ziele stehen im Vordergrund:

  • Schutz der funktionierenden V1-Referenz: Die bestehende CIVITAS/CORE-V1-Variante mit S3-/RustFS-basierter Masterportal-Konfiguration funktioniert und bleibt zunächst unverändert erhalten. Sie darf nicht durch unfertige Änderungen an der statischen Konfigurationsvariante instabil werden.
  • Kontrollierte Entwicklung der V1s-Variante: Die neue Variante mit statischer und versionierter Masterportal-Konfiguration wird als klar getrennte Buildvariante entwickelt und abgenommen. Der konkrete Auslieferungsmechanismus wird gesondert entschieden.
  • Vorbereitung einer schnell restaurierbaren AddOn-Test-Baseline: Ein definierter Proxmox-Backup-Breakpoint soll spätere p2d2-AddOn-Experimente ermöglichen, ohne bei jedem Test den vollständigen CIVITAS/CORE-Build erneut durchlaufen zu müssen.

2. Varianten und Abgrenzung

VarianteBedeutung
V1Bestehende, funktionierende Referenzvariante mit bisheriger S3-/RustFS-basierter Masterportal-Konfiguration.
V1sCIVITAS/CORE V1 mit statischer und versionierter Masterportal-Konfiguration. Der konkrete Auslieferungsmechanismus wird gesondert entschieden.
V2Eigenständiges, späteres Vorhaben. V2 ist nicht von V1s abgeleitet und verwendet voraussichtlich eine andere Architektur (Helm-Charts statt Ansible/cc_cli).

V1s ist keine CIVITAS/CORE-Hauptversion und keine V2-Vorwegnahme. Der Buchstabe s steht ausschließlich für die statische Masterportal-Konfiguration.

Die nachfolgende Verzeichnisstruktur ist als geplante Struktur zu verstehen und derzeit nicht implementiert:

text
civitas_einrichtung/
├── install_civitas_core_V1.sh
├── modules_V1/
├── templates_V1/
├── overlay_V1/

├── install_civitas_core_V1s.sh
├── modules_V1s/
├── templates_V1s/
└── overlay_V1s/

3. Entwicklungs- und Übernahmeregel

  • V1s startet als bewusst abgeleitete, kontrollierte Buildvariante auf Grundlage der V1-Referenz.
  • Abweichungen zwischen V1 und V1s müssen dokumentiert und begründet sein.
  • Sicherheits- und Stabilitätskorrekturen aus V1 dürfen später gezielt nach V1s übernommen werden.
  • Es gibt keine implizite, automatische Synchronisierung zwischen V1 und V1s.
  • V1 bleibt bis zur erfolgreichen Abnahme von V1s unverändert als Referenz erhalten.

4. V1s-AddOn-Baseline

Nach erfolgreicher V1s-Abnahme soll ein definierter Proxmox-Backup-Breakpoint entstehen:

text
V1s-Build und Plattformabnahme erfolgreich

V1s-AddOn-Baseline sichern

p2d2-AddOn iterativ installieren und testen

bei Fehlern: Restore der V1s-AddOn-Baseline

nur AddOn und dessen Konfiguration erneut ausrollen

Zweck des Breakpoints ist, für p2d2-AddOn-Experimente nicht jedes Mal den vollständigen CIVITAS/CORE-Build erneut durchlaufen zu müssen.

Ein Backup darf erst dann als V1s-AddOn-Baseline gelten, wenn alle folgenden Kriterien erfüllt sind:

  • der V1s-Build war ohne nicht dokumentierte manuelle Nacharbeiten erfolgreich,
  • Cluster, zentrale Dienste, Routing, TLS und Identitätsmanagement sind abgenommen,
  • das Masterportal lädt die statische beziehungsweise versionierte Konfiguration,
  • im portal-backend tritt kein Fehler wegen fehlender Konfigurationsdateien auf,
  • die lokale RustFS-LXC beziehungsweise deren Credentials sind für die V1s-Portal-Auslieferung nicht erforderlich,
  • der zugrunde liegende Git-Stand und die relevanten Artefakt-Versionen sind dokumentiert,
  • ein Restore dieser Baseline wurde mindestens einmal isoliert erfolgreich getestet.

Ein Backup ist erst nach einem verifizierten Restore als AddOn-Baseline zulässig. Das Backup ersetzt keinen AddOn-Rückbau: Ein Rückbau p2d2-eigener Ressourcen folgt eigenen, AddOn-spezifischen Regeln.

5. Beziehung zum AddOn

  • Die V1s-AddOn-Baseline ist die vorgesehene Testbasis für die Entwicklung des p2d2-AddOns.
  • Nach einem Restore sollen nur AddOn-Artefakte und AddOn-Konfigurationen erneut ausgerollt werden; ein vollständiger CIVITAS/CORE-Build ist danach nicht erforderlich.
  • Es besteht kein Anspruch, dass alle Details bereits entschieden oder implementiert sind.

Die konkrete Auslieferung der p2d2-Masterportal-Instanzkonfiguration bleibt eine offene Architekturentscheidung (siehe Zielbild und Abgrenzung).

6. Offene Punkte

Die folgenden Punkte sind noch zu klären:

  • konkrete V1s-Skriptstruktur,
  • Artefakt-/Image-Build-Prozess,
  • genaue Abnahmetests,
  • Backup-Namens- und Aufbewahrungskonzept,
  • konkrete Preflight- und Restore-Automatisierung,
  • Konfigurations-Lifecycle einer späteren p2d2-Masterportal-Instanz: Abgrenzung zwischen Build-Time-Artefakten, Deployment-Time-Konfiguration, schnell aktualisierbarer Instanzkonfiguration und sensiblen Werten.

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