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CIVITAS/CORE und Plattformstrategie

Diese Seite beschreibt die strategische Einordnung der CIVITAS/CORE-Integration: was p2d2 eigenständig hält, was mit CIVITAS/CORE V1 erprobt wird und warum eine V2-Integration noch nicht entschieden ist. Technische Details gehören nicht hierher, sondern in die Spezifikationen.

Ausgangspunkt: Standalone bleibt der Kern

p2d2 ist ein eigenständig betreibbares Prozess- und Synchronisationswerkzeug. Die Integration in CIVITAS/CORE ist eine Erweiterung, kein Ersatz. Diese Reihenfolge ist Grundlage der PTF-Roadmap 2026–2027: Erst wird p2d2 verständlich gemacht und gemeinsam mit Kommunen erprobt, danach wird die technische Integration vorbereitet.

CIVITAS/CORE V1 als Erweiterungsplattform

Status: geplant; beginnt nach der ersten kommunikativen und fachlichen Validierung (Arbeitspaket 4 der PTF-Roadmap)

Ausgangspunkt

Die derzeitige V1-Installation muss von einer S3-orientierten Auslieferungsvariante auf die vollständig konfigurierbare V1-Variante umgestellt werden. Dadurch entsteht die technische Voraussetzung, eigene Dienste, Routen, Rollen und Geodatenkomponenten kontrolliert einzubinden.

Technische Ziele (geplant)

  • Reproduzierbare vollständige CIVITAS/CORE-V1-Installation.
  • p2d2-Frontend als eigener Deployment-/Helm-Baustein.
  • MapProxy als eigener Deployment-/Helm-Baustein.
  • Geeignete PostgreSQL-/PostGIS-Strukturen für p2d2.
  • Geeignete GeoServer-Workspaces, Datenquellen, Layer und Rechte.
  • OIDC-/Keycloak-Integration mit klarer Abbildung der p2d2-Rollen und Metadaten.
  • Gateway-/Ingress-Routing für p2d2-Dienste.
  • Wiederholbare Installation, Verifikation, Upgrade- und Rückbaupfade.

Diese Ziele sind als Arbeitsrichtungen formuliert, nicht als zugesagte Lieferungen. Ob und wie sie umgesetzt werden, entscheidet sich mit den Ergebnissen der kommunalen Ansprache und der fachlichen Erprobung.

Architekturprinzip

p2d2 bleibt fachlich eigenständig. Eine CIVITAS/CORE-Integration darf nicht dazu führen, dass p2d2-spezifische Datenmodelle, Workflows und die Standalone-Fähigkeit unkontrolliert von CIVITAS/CORE-spezifischen APIs oder Prozessen abhängig werden.

Abgrenzung zu den technischen Spezifikationen

Dieses Handbuch beschreibt Zweck, Reihenfolge und Entscheidungsgrenzen. Die konkreten Installations-, Konfigurations- und Abnahmedetails stehen in den Spezifikationen:

Komponenten-Umfang: Was für p2d2 betrieben wird

p2d2 nutzt die CIVITAS/CORE-Plattform als Erweiterungsplattform; nicht alle Plattform-Komponenten werden für p2d2 betrieben.

  • QuantumLeap wird derzeit nicht betrieben. Eine Bewertung erfolgt erst, wenn ein fachlicher Bedarf an historisierten, direkt datenbankseitig abfragbaren NGSI-LD-Daten besteht.
  • FROST wird derzeit nicht betrieben. Eine Bewertung erfolgt erst, wenn ein konkreter SensorThings-/Messdaten-Anwendungsfall vorliegt.

CIVITAS/CORE V2: noch nicht entschieden

Status: offene Entscheidung

Eine V2-Integration ist ausdrücklich nicht entschieden. Erst auf Basis von Erfahrungen mit Nutzerkommunen, dem V1-AddOn und der kommunalen Betriebsrealität wird entschieden, wie p2d2 an CIVITAS/CORE V2 anschließen soll. Mögliche Themen sind dann Prozessmanagement, Modell- und Datenmanagement, Identitäten, Rollen und AddOn-Lifecycle.

Diese Fragen sind bewusst vertagt und unter Entscheidungen und offene Fragen erfasst.

Geklärtes und offene Entscheidungen im Umfeld

  • IAM und Identitäten (geklärt): p2d2-Standalone nutzt Zitadel; der Login über „Account anlegen“ und OIDC sind implementiert und aktiv (OIDC ist am Beispiel OpenStreetMap in Benutzung). Für p2d2 als CIVITAS/CORE-AddOn wird von Zitadel auf Keycloak/OIDC umgestellt. Ein früheres Konzept für ein föderiertes IAM mit Zitadel bleibt archiviert.
  • Lizenzmodell: p2d2 ist unter der EUPL-1.2 lizenziert. Offen ist, wie die Lizenzen für Daten und Dokumentation verbindlich geregelt werden. Für kommunale Daten, die in OpenStreetMap eingefügt werden sollen, gilt CC0 als Voraussetzung für die Kompatibilität mit der OSM-Datenbanklizenz (ODbL).
  • Betrieb und Finanzierung: Welche tragfähigen Modelle gibt es für Hosting, Support und Pflege in Kommunen? (Siehe Governance und Verstetigung.)

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