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Netzwerk, DNS und TLS

Dieses Dokument spezifiziert die Netzwerkanbindung, Namensauflösung, externe Erreichbarkeit und Zertifikatsstrategie für die CIVITAS/CORE-Plugin-VM.

Netzsegment

Die Plugin-VM wird in ein bestehendes internes VLAN eingebunden. Die Zuordnung erfolgt nach folgender Priorität:

  1. Dediziertes Service-VLAN (falls vorhanden und vom bestehenden p2d2-Netz trennbar)
  2. Gleiches VLAN wie die p2d2-Frontend-Komponenten (bei fehlender Segmentierungsmöglichkeit)

Die IP-Adresse wird statisch aus dem jeweiligen Subnetz vergeben. DHCP ist nicht vorgesehen.

Firewall-Regeln (OPNsense)

  • Eingehender Traffic von p2d2-Komponenten (Frontend, GeoServer) auf den Plugin-Port (z. B. 443) wird freigegeben.
  • Ausgehender Traffic der Plugin-VM ins Internet (für Updates, API-Zugriffe auf CIVITAS/CORE) wird über eine definierte Proxy-Regel oder direkt freigegeben.
  • Administrativer Zugriff (SSH) erfolgt ausschließlich über das Management-VPN.

Namensauflösung

Die Plugin-VM erhält einen internen DNS-Eintrag im Format:

civitas-core-plugin.int.data-dna.eu

Die Auflösung erfolgt über den internen DNS-Server (OPNsense oder separater Unbound-Container). Ein öffentlicher DNS-Eintrag ist in dieser Phase nicht vorgesehen.

Externe Erreichbarkeit

Sofern das Plugin über eine API extern erreichbar sein muss (z. B. für Webhooks von CIVITAS/CORE), wird ein Reverse-Proxy-Eintrag in OPNsense (HAProxy oder Caddy) konfiguriert:

  • Subdomain: civitas-core-plugin.data-dna.eu
  • Ziel: https://<interne-ip>:<port>

Die Entscheidung über externe Erreichbarkeit wird mit der Plattformintegration getroffen.

Reverse-Proxy-Anbindung

Die Anbindung an den bestehenden Reverse-Proxy erfolgt nach dem gleichen Muster wie die bestehenden p2d2-Dienste:

  1. OPNsense terminiert eingehendes TLS (Port 443).
  2. Der Request wird als HTTP an die interne IP der Plugin-VM weitergeleitet.
  3. Die Plugin-VM antwortet auf dem konfigurierten Port.

Alternativ kann die TLS-Terminierung direkt in der Plugin-VM (z. B. durch den Kubernetes-Ingress-Controller) erfolgen. Dies ist eine offene Entscheidung.

Zertifikatsstrategie

VarianteBeschreibungStatus
ATLS-Terminierung in OPNsense mit Let's Encrypt (Certbot/ACME)Bevorzugt, da bestehende Infrastruktur genutzt wird
BEigenständiges Zertifikat in der Plugin-VM, ebenfalls Let's EncryptErforderlich, wenn Ende-zu-Ende-TLS verlangt wird
CSelf-Signed-Zertifikat für interne KommunikationNur für Test- und Entwicklungsphasen

Offene Entscheidungen

  • Ist eine externe Erreichbarkeit des Plugins erforderlich?
  • Erfolgt die TLS-Terminierung in OPNsense oder in der Plugin-VM?
  • Wird ein separater DNS-Eintrag für die interne Kommunikation benötigt?

Risiken

  • Bei fehlender Netzsegmentierung kann die Plugin-VM potenziell auf alle internen Dienste zugreifen. Dies erfordert eine nachgelagerte Firewall-Regelung innerhalb des VLANs.
  • Eine spätere Änderung der IP-Adresse oder des Netzsegments zieht Anpassungen in OPNsense, DNS und ggf. im Kubernetes-Cluster nach sich.